Hein Guck-In-Die-Luft

Fleutjepiepen - Grobschliff

 
 

Fleutjepiepen Hautseite

 

Sonntag 1.6.2003: Wieder zuhause angekommen begann ich umgehend damit meinen schon vor dem ITV vorbereiteten Schleiftisch völlig umzubauen. Die kurzen Schleifversuche auf dem Schleiftisch, der beim ITV zur Verfügung stand hatten gezeigt, dass ich auf der rechten Seite neben dem Drehteller eine Möglichkeit zur Ablage des Rohlings benötige. 

Hier der ganze Arbeitsplatz von der Rückseite aus gesehen. Für den Grobschliff bis ca. Carbo 180 wollte ich den Tisch hier in meiner Werkstatt stehen lassen um den Raum, in dem ich Feinschliff und Politur vornehmen wollte nicht zu sehr mit grobem Carbo zu kontaminieren. Da ich jedoch im Verlauf von Grobschliff und Feinschliff keinerlei Probleme mit Verunreinigungen hatte, blieb dieses mein Arbeitsplatz bis zum Abschuss des Feinschliffs.

Als nächstes flexte ich  gemäss der  Anleitung von Achim Strnad. ein paar mehr oder weniger unregelmäßig verlaufende Kanäle in die Oberfläche des Schleiftools. Dieses sollte das Festkleben des Spiegels auf dem Tool verhindern - was es erfolgreich tat. Zusätzlich wurde der Rand des Schleiftools mit einer ca 1.5 mm breite Fase versehen. Anschließend bekam auch der Rohling mit Hilfe eines Carbo - Schleifsteins seine Fase.

Nun konnte es also endlich losgehen. Ich begann "Mirror on Top" (MOT) mit ganzen Strichen bei viel Überhang und Druck. Dabei versuchte ich den Rohling nach jedem Doppelstrich nach links zu drehen. Nach jeweils 10 bis 20 Doppelstrichen drehte ich den Drehteller unterschiedlich weit in die entgegengesetzte Richtung. Obwohl ich das Drehen am Anfang noch häufig vergaß kam doch schnell so etwas wie Routine auf.

Schon nach ca. einer halben Stunde Schleifzeit mit Carbo 60 waren alle Kratzer der Flexarbeit verschwunden. Ein kleiner Keilfehler konnte in der nächsten halben Stunde ausgeglichen werden. Der Rohling war jetzt bis zum Rand hin gleichmäßig angeschliffen, ein erster Bleistifttest zeigte, dass er sich schon gut der Sphäre angenähert hatte. Die Pfeilhöhe betrug jedoch schon ca. 2.5 mm, was mir aber zu diesem Zeitpunkt noch keine übermäßigen Kopfschmerzen bereitete. Im Grunde war mir auch eine etwas kürzere Brennweite sehr recht. So erneuerte ich noch kurz die Fase am Rohling, säuberte das gesamte Material gründlich und ging zum Carbo 80 über.

Freitag 6.6.2003: Leider vergrößerte sich die Pfeiltiefe weiter. Also legte ich jetzt den Rohling auf den Drehteller und begann "Tool on Top" (TOT) zu schleifen, was jedoch keinen Erfolg hatte. Die Pfeiltiefe erhöhte sich weiter bis auf einen Stand von knapp 3mm. Auch die entsprechende Brennweite von ca. 1300mm fand ich noch völlig ausreichend, aber ich war mir nicht sicher, ob es für mich als Anfänger möglich sein würde einen solchen Spiegel (f/5,1) zu parabolisieren.

Montag 9.6.2003: Nach jeweils zwei bis drei Chargen Carbo machte ich den einen Bleistifttest und betrachtete mir die Oberfläche zusätzlich mit einem Okular als Lupe. Sowohl die Sphäre (Abweichung nur noch < 1/1000 mm) als auch die Oberfläche entwickelten sich wie gewünscht. Beim Bleistifttest war ein ganz leichter Astigmatismus erkennbar, der vermutlich beim Herausschleifen des Keilfehlers entstanden war. Die Profis in der Mailingliste ATM-DE beruhigten mich aber und ich entschloss mich auf Carbo 180 zu wechseln.

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