Hein Guck-In-Die-Luft

Fleutjepiepen - ITV 2003

 
 

Fleutjepiepen Hautseite

 

Freitag 30.5.2003: Zum Schleifen eines Newton-Spiegels benötigt man ein Werkzeug - auch Schleifschale oder Schleiftool genannt. Also begann ich einige Tage vor dem ITV mit dem Bau eines solchen Werkzeugs. Ich verwendete in etwa das Prinzip des Sandwich-Tools aus der Anleitung von Achim Strnad. Leider schlug der erste Versuch vollkommen fehl. Vermutlich hatte ich dem Tool vor dem ersten Bewegen nicht genügend Zeit zum Aushärten gelassen.

Also war es nötig direkt auf dem ITV einen zweiten Versuch zu beginnen. Ich stellte mein Zelt etwas abseits an den Rand des Platzes um ungestört arbeiten zu können. Das Prinzip des Sandwich - Fliesentools ist eigentlich einfach. Zwei große Feinsteinzeugfliesen werden mit einer dicken Schicht Fliesenkleber aufeinander geklebt. Dieses hat den Vorteil, dass beide Seiten des Tools durch die Fliesen versiegelt sind. Die Gefahr sich durch herausbröselnden Kleber Kratzer einzufangen werden stark herabgesetzt.

Zum Glück konnte ich die Fliesen, die ich für den ersten Versuch zurecht geflext hatte wiederverwenden. Ich legte also erneut die untere Fliese auf eine Unterlage, umwickelte sie mit einem Ring aus einem alten Teppichrest und gab der ganzen Konstruktion durch eine Mullbinde aus dem Verbandskasten meines Autos den nötigen Halt. Nun füllte ich den vorbereiteten Fliesenkleber ein und legte die zweite Fliese oben auf. Nach ein wenig Rütteln, Schütteln und Klopfen hatte ich das Gefühl, dass keine Hohlräume mehr vorhanden waren. Jetzt brauchte das Tool wieder mindestens 24 Stunden um auszuhärten. Mein erster Versuch war wohl hauptsächlich deshalb gescheitert, weil ich das Tool zu früh bewegt hatte. Also legte ich mein neues Tool für die erste Nacht unter mein Vorzelt. Es sollte auf keinen Fall jemand aus Versehen darüber stolpern.

Sonnabend 31.5.2003: Am nächsten Tag herrschte strahlender Sonnenschein. Das brachte mir den ersten leichten Sonnenbrand des Jahres ein, sorgte aber auch dafür, dass das Tool sehr schön aushärten konnte. Schon nach etwa 12 Stunden hatte sich der Kleber so weit verfestigt, dass ich den Teppichstreifen vorsichtig entfernen konnte. Nach einigen leichten Schönheitsoperationen an dem jetzt bröseligen Fliesenkleber ließ ich mein neues Tool in der Sonne zurück und machte mich auf Erkundungstour über das Gelände des ITV.

Am Abend des selben Tages war das Tool einsatzbereit. Direkt nach Stathis wunderbarem Vortrag zur Einführung in die Welt des Spiegelschliffs ging es frisch ans Werk. Auf dem Bild gibt Roland Herrmann dem Tool den ersten Schliff. Der Rohling soll mit der Flex leicht ausgehöhlt werden, darum wird auch das Tool außen etwas herunter geschliffen.. An dieser Stelle auch noch einmal einen herzlichen Dank an Roland für das Vorschleifen von Tool und Rohling!

Und hier ist er nun - mein 250mm Borosilikatrohling von Schott mit einer Dicke von 25 mm. Wie schon gesagt wurde er bis zu einer Pfeiltiefe von ca. 2.1 mm vorgeschliffen. Da ich eine Brennweite von etwa 1500mm  (f/6) vorgesehen hatte, sollte die endgültige Pfeiltiefe ca. 2,6 mm betragen.

 

 

 

 

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