Hein Guck-In-Die-Luft

Fleutjepiepen - Polieren

 
 
Fleutjepiepen Hautseite Mittwoch 25.6.2003: Auch zum Polieren des Spiegels benötigt man wieder ein Werkzeug, auf das dann jedoch eine Pechhaut aufgegossen wird.. Oft wird die Pechhaut einfach auch das Schleiftool aufgegossen, weil dieses schon die richtige Krümmung hat. Ich befürchtete jedoch, durch irgendwelche Fehler wieder zum Feinschliff zurückkehren zu müssen und entschloss mich deshalb extra ein Poliertool anzufertigen. 

Da mir die Methode des Sandwich-Tools sehr gut gefallen hatte ging ich zunächst genauso vor wie schon beim Schleiftool. Das Gießen einer Pechhaut ist für den Anfänger ein sehr komplexer Vorgang. Es gibt fast so viele Methoden dieses zu wie es Spiegelschleifer gibt. Von den unzähligen Anleitungen im Internet gefiel mir die Methode von John D. Upton noch am besten. Deshalb wählte ich seine Anleitung als Grundlage für meine eigene Herstellungsmethode. Da ich hier auch noch einen 6" Rohling liegen habe machte ich gleich zwei neue Tools. beide wurden von einer Seite her etwas angeflext

 

Hier in Stichworten meine Vorgehensweise:

  • Bereitlegen aller benötigter Dinge (Liste siehe weiter unten)
  • Rundflexen der Arbeitsseite des Sandwichtools um für eine ausreichende Haftung des Pechs auf dem Tool zu sorgen..
  • ein wenig CerOx/Wasser mischen und für den späteren Gebrauch in ein Marmeladenglas geben
  • Spiegel und Tool in heißem Wasser anwärmen
  • Pech aufheitzen
  • Spiegel und Tool trocknen
  • nasses Papiertuch und anschließend Alufolie über den Spiegel legen
  • Damm aus Kreppband um den Spiegel bauen
  • Folie und Damm dick mit CerOx einstreichen
  • Tool mit Alkohol oder Terpentin abwischen
  • Pech auf richtige Viskosität überprüfen
  • Pech auf den Spiegel geben, bis der Damm fast voll ist
  • Sofort das Tool auf das Pech legen und sanft drücken
  • Etwas warten, dann den Damm abziehen. Bei mir war ein kleiner Keilfehler in der Pechdicke entstanden, den ich durch kurzzeitiges exzentrisches Beschweren mit Gewichten behandelte
  • Wenn das Pech einigermaßen abgekühlt ist Tool vom Spiegel nehmen
  • Tool und Spiegel waschen
  • Tool auf Raumtemperatur abkühlen lassen
  • Mit dem Lötkolben Kanäle in das Tool schneiden
  • Mit dem Lötkolben Rand des Tool mit einer Fase versehen
  • Warmpressen des Tools auf den Spiegel (dazwischen ein alten Stück Moskitonetz für die Mikro - Fassetten)
  • Kaltpressen

Bevor man anfängt die Pechhaut zu gießen sollten folgende Dinge schon bereit liegen. Während des Gießens der Pechhaut kann leicht etwas Stress aufkommen.

  • Tool, Spiegel, 
  • Pech, CerOx, Marmeladenglas für Cerox-/Wasser Mischung, Pinsel für Cerox/Wasser
  • Gaze zum Pressen
  • Kocher
  • Topf, Etwas zu Umrühren
  • Kreppband für den Damm, 
  • Tuch für Alkohol/Terpentin, 
  • Alkohol/Terpentin Kocher, Topf, Lötkolben, 
  • Papierhandtuch zum Auflegen auf den Spiegel
  • Alu-Folie
  • Spülmittel
  • warmes, kaltes Wasser
  • Moskitonetz
  • Alte Zeitungen zum Unterlegen
  • Lötkolben

Beim Gießen meiner Pechhaut gab es zwei schwierige Stellen. Zunächst gelang es mir nicht auf Anhieb das Tool auf das heiße Pech aufzusetzen, weil sich an einer Seite etwas von dem Kreppband des Damms zwischen Pech und Tool setzte. Dann wollte sich der Spiegel nach dem ersten Warmpressen nicht mehr von der Pechhaut lösen. Ich musste Tool und Spiegel bei -18°C einfrieren. Während des anschließenden Tauvorgangs stellte ich beide aufrecht an eine Wand und sie Trennten sich nach ca. einer halben Stunde selbständig.

Während des Polierens führte ich kein Logbuch, ich kann also nicht genau sagen wie viele Stunden der Spiegel poliert wurde. Grobgeschätzt dürften es ca. 12-15 Stunden gewesen sein.

 

 

 

 

 

 

 

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