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Zampelbüdel, ein 6" f/5.6 Newton Reflektor

 

 

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Der Bau des Reiseteleskops (Zampelbüdel=Beutel, in dem die Hafenarbeiter früher ihr Frühstück mit zur Arbeit brachten) aus dem 6" Spiegel nahm  nur wenige Tage in Anspruch. Da ich dabei etwas unter Zeitdruck stand komme ich erst jetzt nach mehreren Monaten dazu den Bau zu dokumentieren.

Die Konstruktion entspricht der eines klassischen "String-Teleskops". Die vier Trusses werden mit Hilfe von "Strings" (in diesem Fall Fahrrad - Bowtenzügen) verspannt. Auf dem Bild links fehlt noch die Streulichtblende, die beim Einsatz in bewohnten Gebieten mit möglichem Gegenlicht unbedingt erforderlich ist.

Der Okularauszug wurde aus einem älteren 50mm Makro Objektiv der Firma Sigma hergestellt. Dieses Objektiv hatte für mich den besonderen Vorteil, dass sich das Okular beim Fokussieren nicht mitdreht. Er funktioniert noch wesentlich besser als erwartet. Das ganze Teleskop inkl. Trusses, Zubehör und etlichen weiteren privaten Gegenständen findet in der Rockerbox Platz. Die Trusses können zum Verpacken geteilt werden. 

Inzwischen hat der Zampelbüdel mit Erfolg eine Reise um die ganze Erde hinter sich gebracht. Dabei hat er sich im Großen und Ganzen sehr gut bewährt. Natürlich sind noch verschiedene Änderungen geplant. Der Hauptkritikpunkt dürfte das etwas hohe Gewicht von ca. 9kg sein. Da von Anfang an geplant war das Teleskop in einer rollbaren Reisetasche zu transportieren und es bei bei Flugreisen als Gepäck aufzugeben, stellt das Gewicht für mich aber kein besonderes Problem dar. Leider stellte sich das Aufbauen des Teleskops bei Dunkelheit dann aber als echtes Problem heraus. Schon bei Tag dauert der Aufbau inkl. Kollimation ca. 20 Minuten, Nachts ist er fast nicht zu bewältigen.

Hier ein Bild des Autors beim Zusammenbau des Teleskops in der Nähe von Apia, der Hauptstadt des Inselstaates Samoa im Süd-Pazifik. (Bei der Beinbekleidung handelt es sich übrigens nicht etwa um eine völlig neue Spielart des altbekannten Geschlechterkampfes, sondern um den überall in Polynesien für Männer üblichen "LavaLava".

Der Aufwand ein solches Teleskop dort hin - unter südlichen Himmel - zu schleppen ist nicht ganz unerheblich, lohnt sich aber allein schon wegen des unvergesslichen Blickes auf 47 Tucanae (NGC 104). Für mich stellt dieser Kugelsternhaufen , der sich im Südsternbild Tukan gleich neben der Kleinen Magellanschen Wolke (NGC 292), befindet, eines der interessantesten DeepSky Objekte überhaupt dar - echt der Wahnsinn!.

Da ich selbst nicht fotografiere habe ich mir an dieser Stelle mal einen Teil eines Bildes aus dem Public Domain Pool des 2MASS Atlas entliehen: NGC 104

 

 

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