Aktive Optik

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Als Aktive Optik (engl.: Active Optics) bezeichnet man ein System, dass es ermöglicht die Form und relative Position der der optischen Elemente eines Spiegelteleskops zu beeinflussen, um Fehler zu kompensieren. Im Gegensatz zur Adaptiven Optik, die atmosphärische Störungen ausgleichen soll, behebt die Aktive Optik Abbildungsfehler und Dejustierungen, die durch Lageänderungen, Temperaturänderungen, Wind, aber auch Fehler im Herstellungsprozess der Mechanik des Teleskops entstanden sind.

Die Aktive Optik überwacht das Bild eines Bezugssterns, errechnet die optischen Störungen und passt die Form und die relative Position von Primär- und Sekundärspiegel so an, dass den Störungen entgegen gewirkt wird. Der Hauptspiegel lagert auf einem System von Aktoren, die von einem Regelsystem gesteuert Kräfte auf den Spiegel ausüben und ihn so in eine passende Form bringen. Deshalb muss der Hauptspiegel in einem solchen System im Verhältnis zu seinem Durchmesser sehr dünn sein, um auf diese Kräfte effektiv zu reagieren. Beispielsweise hat der Primärspiegel in jedem der vier Teleskope des VLT der Europäischen Südsternwarte einen Durchmesser von 8,2 m, aber nur eine Dicke von 175mm, die Form jedes Spiegels wird durch 150 Aktoren gesteuert.

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