Benutzer:Heiner/Peilsucher

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Inhaltsverzeichnis

Work in Prograss - Bau eines Peilsuchers

Obwohl ich eigentlich seit Jahren ein überzeugter Anhänger der Sucher Kombination aus einem kleinen leichten Leuchtpunktsucher und dem TAL 8x50 bin, störte mich doch immer etwas der Verbrauch an Knopfzellen des Leuchtpunktsuchers. Da ich es in gut 5 Jahren nicht schaffte die geplante Umrüstung auf Akkus durchzuführen musste nun eben ein ganz neuer Peilsucher her ;-)

Anforderungen

  • Betrieb mit aufladbaren Akku(s)
  • Dimbar, evtl automatische Abschaltung. evtl. Blinkfunktion, evtl. eine Heizung gegen Tau
  • geringes Gewicht
  • Einblick nicht zu dicht am Hut, keine weit vom Hut abstehende Teile ;-)
  • Suchkreise sind nicht unbedingt notwendig, ein Leuchtpunkt reicht meiner Ansicht nach aus

Design

In den Diskussionsforen werden immer wieder die Vorteile des Telrad oder auch des Riegel Quickfinder hervorgehoben. Deshalb möchte ich den neuen Peilsucher nach diesem Grundprinzip bauen:

Peilsucher
Peilsucher
Der Beobachter blickt mit beiden Augen auf das gewünschte Ziel. Mit einem Auge blickt er dabei durch eine im Winkel von 45° aufgestellte Glasscheibe, durch die ihm zusätzlich ein Leuchtpunkt (oder Suchkreise) in das Bildfeld gespiegelt werden. Da sich die Maske mit dem dem eingestanzten Leuchtpunkt (bzw. den Suchkreisen) genau im Brennpunkt einer Linse befindet, erscheint der Leuchtpunkt für den Beobachter im Unendlichen. Die Linese wirkt also als Kollimator.

Telrad und Quickfinder unterscheiden sich neben einigen anderen technischen Details in erster Linie dadurch, dass beim Telrad ein zusätzlicher Spiegel dafür sorgt, dass das Licht der Suchkreise parallel zum Gehäuse austritt. Das Gerät kann deshalb parallel zum Tubus montiert werden. Der Quickfinder wird hingegen senkrecht zum Tubus montiert. Beide Konzepte haben ihre Vorteile, ich entschied mich dann letztlich für die Variante ohne zusätzlichen Spiegel. Sie hat unter Anderem den Vorteil des geringeren Gewichts und eines etwas vom Tubus abgesetzten Einblicks. Um das Gerät allerdings nicht zu groß werden zu lassen, wählte ich aus der Bastelkiste eine Komponente eines Teleobjektivs aus, die bei ca. 20mm Durchmesser nur eine Brennweite von ca. 30mm aufwies.

Prototyp

Peilsucher
Um herauszufinden, ob ich das Konzept richtig verstanden hatte und ob das extrem kurzbrennweitige Objektiv überhaupt für den Einsatz in einem solchen Peilsucher geeignet ist, baute ich zunächst einen einfachen Prototyp. Als Lichtquelle diente heir eine starke 9V Lampe, die Maske für den Leuchtpunkt entstand nach der bekannten Vorgehensweise für die Herstellung eines künstlichen Sterns.

Leider hatte ich in den letzten Tagen keine Gelegenheit den Prototyp ausgiebig im praktischen Einsatz zu testen. Erste Versuche zeigen jedoch, dass er seine Aufgabe voll erfüllen kann. Der Leuchtpunkt erscheint unabhängig von der Einblickposition genau auf dem Ziel. Das verwendete Objektiv verursacht leider am Rand eine gewisse (vermutlich durch Bildfeldwölbung) hervorgerufene Unschärfe. Dieses ist allerdings nicht wirklich tragisch, weil sich der Fehler erst auffällig zeigt, wenn man eine Einblickposition weit ab von der optischen Achse wählt.

Obwohl die Bedingungen in den letzten Tagen starke Taubildung erwarten ließen, blieb der Peilsucher regelmäßg länger trocken als der parallel montierte TAL Sucher. Trotzdem werde ich bei der Konstruktion der endgüligen Version noch etwas mehr auf den Tauschutz achten und die Möglichkeit für den Einbau eines Heizwiederstands offen halten.

Geplante Verbesserungen

  • Gewicht: der Prototyp wiegt ohne Batterie 120g. Der endgültige Peilsucher sollte möglichst nicht schwerer werden. Es ist jedoch schon jetzt absehbar, dass er wegen der großzügigen Taukappe und der verbauten Elektronik mit Schaltern und drehbaren Wiederständen eher schwerer wird.
  • Fehlende Justiermöglichkeit der Scheibe nachrüsten
  • eine etwas größere Scheibe verwenden
  • Elektronik: fehlenden Dimmer mit Endabschaltung nachrüsten
  • Elektronik: fehlende automatische Abschaltung nachrüsten
  • Elektronik: fehlendes Blinken nachrüsten. (ein Stapel NE555 für die letzen beiden Punkte wurde schon geordert.  ;-)
  • Tauschutz verbessern, evtl. eine Tauschutz Heizung


to be continued...

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