Couder Maske

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Couder Maske
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Couder Maske
Um beim Foucault Test die Zonen besser unterscheiden zu können, stellt man eine Couder Maske oder einen Everest Pin Stick vor den Spiegel. Die Coulder Maske ist eine Maske meist aus Pappe oder einem ähnlichen Material in die Löcher geschnitten werden, durch die die einzelnen Spiegelzonen erkennbar sind. Auf dem Bild ist eine solche Maske mit 4 Zonen abgebildet. Eine bestimmte Zone befindet sich beim Foucault Test im Fokus, wenn die Aussparungen in der Maske auf beiden Seiten des Spiegels gleich hell erscheinen.

Unten auf dieser Seite von Nils Olof Carlin befindet sich ein Zonenrechner. Des Weiteren bieten die meisten Programme zur Auswertung der Testergebnisse des Foucault Tests auch eine Möglichkeit sinnvolle Zonen für eine Couder Maske oder einen Everest Pinstick zu berechnen.

Eine Couder Maske kann leicht selbst mit Hilfe von Zirkel, Bleistift und Teppichmesser hergestellt werden. Eine andere Möglichkeit ist es, die Couder Maske zunächst mit dem Programm CouderMask von Mark D. Holm berechnen zu lassen, sie dann auszudrucken, auf ein Stück Pappe zu kleben und die Löcher wiederum mit einem Teppichmesser oder einer Schere auszuschneiden. Nachdem die Maske fertig ist sollte sie noch einmal genau vermessen werden. Auch die Berechnung der Zonenzentren sollte noch einmal von Hand oder mit einem anderen Programm überprüft werden, weil es hier offenbar bei dem Programm Couder Mask zu Fehlern kommen kann.

Virtuelle Zonenmasken: Unter der Voraussetzung, dass das Foucault'sche Messbild mittels (Web-)cam aufgenommen und auf dem Computer dargestellt wird, kann auf eine physische Zonenmaske gänzlich verzichtet werden. Mit VCS-Virtual Couder Screen [1] stellt Hans-Heinrich Wenk eine Software zur Verfügung, mit deren Hilfe virtuelle Zonenmasken direkt am Bildschirm erzeugt und über das Foucault-Bild gelegt werden können. Die Software bietet gegenüber herkömmlichen Zonenmasken folgende Vorteile:

 - Nur die aktuell zu messende Zonenöffnung wird dargestellt, dadurch keine Irritation durch die Vielzahl der anderen Zonenüffnungen
 - Automatischer Helligkeitsvergleich (Auto Compare) der beiden aktuellen Zonenöffnungen mittels Helligkeitshistogrammen
 - 'Auto Compare' wahlweise über die gesamte Zonenöffnung oder aber exakt entlang des gewählten Effektivradius
 - Anti-Seeing Mechanismus - automatische Glättung von Fluktuationen des Messbildes verursacht durch Luftturbulenzen
 - Zonenöffnungen sind absolut frei von Beugungserscheinungen
 - Zonenzahl frei wählbar
 - Flexible Festlegung der Effektivradien (nach Texereau, Couder, N.O. Carlin, Pin-Stick oder mittels manueller Definition)
 - Komfortables Management der abgelesenen Messwerte


Die Couder Maske wurde nach ihrem Erfinder dem Astronomen am Pariser Observatorium André Couder benannt.


Siehe auch

Weblinks

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