Feinschliff

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Der Feinschliff dient dazu, die Oberfläche zu glätten. Jede nächst feinere Körnung wird solange geschliffen, bis die Löcher (Pits) der vorigen Körnung ausgeschliffen sind. Außerdem wird die Sphäre während des Feinschliffs weiter verbessert.

Inhaltsverzeichnis

Werkzeug und Materialen

Als Werkzeug wird weiter das Schleifwerkzeug verwendet.

Die Abstufung der Schleifmittel-Korngrößen ist nicht so entscheidend. Beispielsweise könnte folgende Abstufung gewählt werden: #180, #320, #500 (bzw. 15m Feinschmirgel), #800 (bzw. 9m Feinschmirgel). Aber auch mehr oder weniger Schritte sind möglich. Nach jedem Wechsel des Schleifmittels muß der Arbeitsplatz gründlich gereinigt werden, damit einzelne Körner der vorherigen Körnung keine Kratzer verursachen.

Vorgehensweise

Wieder gilt, dass das Schleifmittel nicht unnötig gequält werden sollte. Auch die feinen Körnungen nach spätestens 3 Minuten neu beschicken. Verbrauchten Schleifbrei mit Schwamm, Schwammtuch o.ä. abwischen. So ertrinkt das neu aufgebrachte Pulver nicht im alten Brei.

Während der Arbeit sollte immer wieder zwischen MOT und TOT gewechselt werden. Ausschließliches MOT vertieft die Mitte immer mehr und der Rand bleibt vergleichsweise wenig bearbeitet. Später beim Polieren poliert dieser dann nie aus. Es werden vorwiegend 1/3-1/2 Striche oder kreisende Bewegungen mit nicht mehr soviel Überhang. Ständig wechselnder seitlicher Überhang (W-Striche) um Zonen zu vermeiden. Drehen von Spiegel und Werkzeug nicht vergessen um Unsymmetrien (Astigmatismus) zu vermeiden Auch hier schnelles Schleifen mit ordentlich Druck. Bei #600 und 800 nicht mehr ganz so viel Druck, um Kratzer zu vermeiden

Wann kann zur nächsten Körnung übergegangen werden?

Man sucht sich mit der Lupe ein größeres Pit am Rand und markiert sich diese Stelle am Rand des Spiegels. Nun kann man beobachten, wie dieses Pit langsam verschwindet.

Wann ist der Spiegel ausgeschliffen?

Mit starker Lupe (z.B. auch ein Okular) ist die Oberfläche gleichmäßig seidenmatt ohne größere Pits. Im steifenden Licht glänzt Rand und Mitte gleichmäßig gut.

Bleistifttest (Sharpie Test)

Mit dem Bleistifttest wird die Qualität der Sphäre überprüft. Man malt mit einem Bleistift oder einem wasserfesten Filzschreiber (Sharpie pen) ein Kreutz, ein Gitter oder ein anderes Muster auf den trockenen Spiegel. Beim anschließenden Schleifen soll dieses Muster gleichmäßig verschwinden. Sollte das nicht der Fall sein, so ist die Spähre noch nicht richtig ausgebildet.

Persönliche Werkzeuge

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