Kontaktlinsen bei Alterssichtigkeit

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Bei Alterssichtigkeit muss die Sehhilfe eine unterschiedliche Korrektur für die Fernsicht bzw. Nahsicht gewährleisten. Obwohl diese Aufgabe von Kontaktlinsen nur relativ schwer bewältigt werden kann, haben sich doch unterschiedliche Verfahren zur Lösung des Problems als praktikabel herausgestellt.

Themenschwerpunkt Sehhilfen
  • Die Kontaktlinsen werden so angepasst, dass der Alterssichtige in der Nähe optimal sehen kann. Für die Ferne benötigt er dann allerdings zusätzlich eine Fernbrille. Diese Variante bietet sich für längere Phasen des Lesens, Handarbeitens oder der Bildschirmarbeit an.
  • Monovisions Kontaktlinsen: Die Linsen werden für beide Augen unterschiedlich angepasst. Das Führungsauge wird für die Ferne korrigiert, das andere Auge für die Nähe. Diese Art der Korrektur bezeichnet man als Monovision, sie wird häufig im nordamerikanischen Raum angewendet. Da bei dieser Methode der Anpassung die Fähigkeit zum binokularen Tiefensehen (Stereopsis) eingeschränkt ist, kann sie z.B. nicht beim Autofahren angewendet werden. Bei Tätigkeiten, die kein räumliches Sehen erfordern wird diese Methode in den USA jedoch sehr erfolgreich praktiziert. Prinzipiell ist es sogar möglich zusätzlich zu den Monovision-Kontaktlinsen eine Brille zu Tragen, die das kurzsichtige Auge für die Ferne oder das Weitsichtige Auge für die Nähe korrigiert
  • Simultane Multi- und Bifokal-Kontaktlinsen: Bei dieser Methode befinden sich alle Zonen für die unterschiedlichen Entfernungen gleichzeitig vor jeder Pupille der Augen. Es wird also immer gleichzeitig ein scharfes und und ein unscharfes Bild des anvisierten Objekts auf die Netzhaut projiziert. Der Alterssichtige muss nun lernen das unscharfe Bild auszublenden und sich auf das scharfe Bild zu konzentrieren.
  • Alternierende Multi- und Bifokal-Kontaktlinsen: Bei dieser Methode blickt der Kontaktlinsenträger je nach Entfernung entweder durch die Fernzone oder durch die Nahzone seiner multi- bzw. bifokalen Kontaktlinsen. Um dieses zu erreichen müssen die Kontaktlinsen auf dem Augapfel gut verschiebbar sein, was nur mit formstabilen (harten) Kontaktlinsen zu erreichen ist. Das Unterlid muss die Kontaktlinse bei dieser Methode beim Blick nach unten leicht nach oben verschieben und so den Teil der Kontaktlinse vor die Pupille bringen, der für die Nahsicht korrigiert ist.

Inzwischen gibt es auch eine weiche (hydrophile) Bifokalkontaktlinse die nach dem gleichen Prinzip wie die harten Linsen funktioniert. Sie ist als sphärische und torische Version mit unterschiedlichen Leseteilgrößen erhältlich.

Siehe auch

Weblinks

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