Kontaktlinse (Typen)

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Neben den unterschiedlichen optischen Eigenschaften unterscheidet man Kontaktlinsen in erster Linie nach ihrer Flexibilität in harte und weiche Kontaktlinsen. Beide Kontaktlinsentypen „schwimmen“ in einem Film aus Tränenflüssigkeit auf der Hornhaut des Auges, sie unterscheiden sich jedoch in wichtigen Merkmalen wie beispielsweise dem Durchmesser und der Gasdurchlässigkeit. In den letzten Jahren sind eine Reihe weiterer Kontaktlinsentypen wie beispielsweise farbige Kontaktlinen zum Angebot hinzugekommen, die vornehmlich kosmetischen Zwecken dienen.

Themenschwerpunkt Sehhilfen

Inhaltsverzeichnis

Formstabile (harte) Kontaktlinsen

Harte (auch hartflexible oder formstalile) Kontaktlinsen sind meist kleiner als weiche Kontaktlinsen. Der Durchmesser harter Kontaktlinsen beträgt etwa 8-10mm. Ihre Gasdurchlässigkeit ist in der Regel höher als die weicher Kontaktlinsen. Da harte Kontaktlinsen nicht so dicht auf der Hornhaut aufliegen wie weiche Kontaktlinsen bergen sie ein geringeres Verletzungsrisiko und ermöglichen eine bessere Versorgung des Auges mit Sauerstoff. Allerdings ist auch die Gefahr des Verlustes größer, weil sich die Linsen leichter unbeabsichtigt lösen können. Harte Kontaktlinsen müssen rechtzeitig ausgetauscht werden, weil eine Verformung der Linse zu Schäden an der Hornhaut führen kann. Im Gegensatz zu weichen Kontaktlinsen sind sie mit speziellen Pflegemitteln leichter zu reinigen.

Weiche Kontaktlinsen

Weiche Kontaktlinsen sind meist deutlich größer als harte Kontaktlinsen, ihr Durchmesser beträgt etwa 14-15mm. Sie bestehen aus einem sehr weichen Kunststoffmaterial, dass bis zu 75% Wasser enthalten kann und ihnen eine sehr flexible Form gibt. Weiche Kontaktlinsen passen sich an das Auges an und sitzen deshalb enger an der Hornhaut als harte Kontaktlinsen. Dieses reduziert die Gefahr eines Verlustes, allerdings sind Schädigungen durch Versorgungsstörungen der Hornhaut oder Ablagerungen auf der Linse möglich. Im Allgemeinen werden weiche Kontaktlinsen von Auge weniger stark als Fremdkörper empfunden. Die Pflege weicher Kontaktlinsen ist anspruchsvoller als die Pflege harter Kontaktlinsen.

Weiche Kontaktlinsen können weiter unterteilt werden in Langzeitlinsen, die längere Zeit getragen werden können und Tageslinsen, die täglich gewechselt werden müssen. Wie auch harte Kontaktlinsen benötigen weiche Kontaktlinsen spezielle Pflegemittel.

Speziallinsen

OK-Linsen

OK-Linsen (auch Orthokeratologie-Linsen oder Nachtlinsen) sind formstabile Kontaktlinsen, die über Nacht getragen werden. Sie korrigieren während des Tragens die Form der Hornhaut des Auges. Der Träger wird dadurch in die Lage versetzt einen oder sogar mehrere Tage ganz ohne Sehhilfe auszukommen. Mit dieser Methode ist eine Kurzsichtigkeit bis etwa -6 Dioptrien und eine Hornhautverkrümmung bis ca. 1.5 Dioptrien korrigierbar. Eine bleibende Veränderung der Hornhaut tritt durch die Anwendung der Nachtlinsen allerdings nicht ein. Die Erstanpassung von OK-Linsen ist sehr aufwändig und kann nur von von ausgewiesenen Spezialisten durchgeführt werden. Nach der Anpassung müssen regelmäßige Kontrollen in kurzen Intervallen durchgeführt weren. Auch ist zunächst mit Schwierigkeiten bei der Gewöhnung an die Nachtlinsen zu rechnen. Rheumatiker und Diabetiker dürfen keine OK-Linsen tragen.

Wichtig es dürfen nur Spezialisten die Ortho - K Linsen anpassen. Nach einem Foto von der Hornhaut, werden die Kontaktlinsen individuell gefertigt. Mittels einem Keratographen wird eine Topographie (3D- Foto) bzw. die Geometrie der Hornhaut ermittelt.

Vorteil von Ortho K Linsen: - Reversibles Verfahren, d. h. die Hornhaut kann wieder in den Ursprungszustand gesetzt werden - Auch bei trockenem Auge geeignet - Sehen ohne Brille und Kontaktlinsen

Nachteile:

- nur bis zu einer bestimmten Stärke möglich - Linsen müssen Nachts getragen werden, mögliches Fremdkörpergefühl

Kosmetische Kontaktlinsen

Farbige Kontaktlinsen oder Kontaktlinsen, die mit Motiven versehen sind (Crazylenses), dienen überwiegend ästhetischen oder kosmetischen Zwecken.

Die farbigen Kontaktlinsen können in augenfarben-intensivierende Kontaktlinsen und augenfarben-verändernde Kontaktlinsen unterschieden werden. Insbesondere bei den augenfarben-verändernden Kontaktlinsen muss darauf geachtet werden dass die Farbschicht oft wesentlich weniger gasdurchlässig ist, als normale Kontaktlinsen. Um die Sauerstoffversorgung der Hornhaut nicht zu gefährden sollten diese Linsen nicht zu lange getragen werden. Bei Motivlinsen besteht die Gefahr, dass sie das einfallende Lichtbündel vignettieren sobald sich die Pupille in der Dunkelheit weiter öffnet. Dieses kann zu schlechter Sicht und einem eingeschränkten Gesichtsfeld führen. Solche Kontaktlinsen sind deshalb nicht für den Straßenverkehr geeignet. Die optischen Eigenschaften der kosmetischen Kontaktlinsen sind nicht selten schlechter als die normaler Kontaktlinsen.

Bei bestimmten Motivlinsen (z.B. bei schlitzartigen Katzenaugen) ist für den Effekt entscheidend, dass sich die Linse nicht verdreht. Dies wird erreicht, indem die Kontaktlinse an der Unterseite schwerer ausgeführt wird, als an der Oberseite. Die Linse erhält also an der Unterseite einen sogenannten Prismenballast.

Siehe auch

Weblinks

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