Auge (Aufbau)

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Das Auge (lat.: Okulus, engl.: Eye) ist das Sehorgan des Menschen. Es ermöglicht uns elektromagnetische Wellen (Licht) in einem Wellenbereich von etwa 380nm bis etwa 780nm wahrzunehmen und ist deshalb besonders auch für Amateurastronomen eines der wichtigsten Sinnesorgane.

Das menschliche Auge
Aufbau des menschlichen Auges
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Aufbau des menschlichen Auges
Das menschliche Auge liegt umgeben von Nasenbein, Jochbein und Stirnbein in einem Fettpolster eingebettet in den Augenhöhlen des Schädels. Nach vorne hin wird das Auge durch die durchsichtige Hornhaut (Cornea) abgeschlossen. Dahinter liegt die vordere Augenkammer (Vorderkammer, Camera anterior bulbi), die mit Kammerwasser (Humor aquosus) gefüllt ist. Die Vorderkammer wird nach hinten durch die Regenbogenhaut (Iris) abgegrenzt. Sie gibt dem Auge seine charakteristische Farbe. In der Mitte der Iris befindet sich eine Öffnung, sie sogenannte Pupille. Durch die Pupille können die Lichtstrahlen ins innere des Auges gelangen. Auch das Kammerwasser kann sich durch die Pupille frei zwischen Vorderkammer und der dahinter gelegenen hinteren Augenkammer (Camera posterior bulbi) bewegen. Die hintere Augenkammer befindet sich zwischen der Iris und der Augenlinse (lens crystallina). Die Linse ist in elastischen Fasern (Zonulafasern) eingehängt. Sie fokussiert das durch die Pupille einfallende Licht auf die Netzhaut (Retina) Dabei wird es durch den Glaskörper (Corpus vitreum) geführt.

Die Netzhaut ist die eigentlich lichtempfindliche Schicht des Auges. Die Rezeptoren auf der Netzhaut (Zapfen und Stäbchen) wandeln die Lichtsignale in einem komplizierten biochemischen Prozesses in elektrische Signale, die über den Sehnerv (Nervus opticus) ans Gehirn weitergeleitet werden. Zentral einfallendes Licht trifft auf einen besonders sensiblen Bereich der Netzhaut, die sogenannte Makula (gelber Fleck). Hier sind die lichtempfindlichen Zellen besonders dicht verteilt. Nicht weit unterhalb der Malaka tritt der Sehnerv aus dem Auge aus. An dieser Stelle befinden sich keine lichtempfindlichen Zellen, weshalb dieser Bereich auch als "blinder Fleck" (Discus nervi optici) bezeichnet wird. Unterhalb der Netzhaut befindet sich die Aderhaut (Chorioidea), welche die Netzhaut mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt. Nach vorn geht die Aderhaut in den Ziliarkörper (Strahlenkörper, Corpus ciliare) über, der der Aufhängung der Augenlinse und deren Akkommodation dient. Nach außen wird das Auge durch die weiße Lederhaut (Sclera) abgegrenzt.

In DIN 5340 ist die Geometrie des vereinfachten, schematischen Auges nach Allvar Gullstrand (das sogenannte "DIN-Normen-Auge") beschrieben.

Siehe auch

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