Pech

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Wenn im Zusammenhang mit der Politur optscher Flächen der Begriff Pech verwendet wird, dann ist immer Polierpech gemeint. Grundsätzlich ist Pech eine tiefschwarze superzähe Flüssigkeit, die bei der Destillation harzhaltiger Holzarten (vor allem Nadelhölzer, Birke, Buche) aber auch von Erdöl und Kohle entsteht. Polierpeche bestehen meist aus einer Mischung von Pechen, Kolophonium und/oder Schellack.

Inhaltsverzeichnis

Geschichtliches

Schon in der Altsteinzeit wurde Pech hergestellt und verwendet. Der sogenannte Pechrest von Königsaue, dessen Alter auf ca. 50 000 Jahre geschätzt wird gilt als ältester Kunststoff Europas. Auch in der Bibel wird Pech u.a. in der Bauvorschrift für Noahs Arche als Dichtungsmittel erwähnt.

Polierpech

Härte

Pech wird beispielsweise von der Firma Gugolz in den Härten 55, 64, 73, 82 und 91 geliefert. Es gilt, je höher die Kennzahl desto härter das Pech. Pech der Härte 55 ist also relativ weich und wird vorwiegend zum Mischen mit härteren Pechen, Kolophonium oder Schellack verwendet, um eine bestimmte Härte, Sprödheid oder Zähigkeit des Endproduktes zu bekommen. Schellack mach das Pech zäher und Härter, Kolophonium wird eingesetzt um die Oberfläche des Pechs spröder zu machen.

Die Firma Zeiss verwendet eine andere Bezeichnung, die sich auf die Temperatur bezieht, bei der eine Nadel mit einer Grundfläche von 1mm² bei einer Belastung von 1kg in 10 Sekunden 2mm tief eindringt. Also gilt auch hier, dass das Pech härter wird, je höher die Kennzahl ist. Es weden die Härtegrade 28, 30, 32, 34 und 36 geliefert.

Die Auswahl der richtigen Pechsorte fällt nach den folgenden Kriterien:

  • je größer das Werkstück, desto weicher das Pech
  • je empfindlicher das Material, desto weicher das Pech
  • je wärmer die Werkstatt, desto härter das Pech
  • je weiter die Politur fortgeschritten ist, desto weicher das Pech

Um die Härte des verwendeten Polierpechs selbst testen zu können, kann es sinnvoll sein sich ein einfaches Testgerät, einen sogenannten Pitch-Tester, herzustellen.

Tipps und Tricks

  • Pech altert, man sollte es ca. 18 Monate nach Lieferung verbraucht haben

Siehe auch

Weblinks

Persönliche Werkzeuge

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