Künstlicher Stern

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Für den Star Test (und eine Reihe anderer Tests) benötigt man eine punktförmige Lichtquelle in der Unendlichkeit. Gewöhnlich stehen nachts am Himmel genügend dieser Lichtquellen zur Verfügung. Benötigt man trotzdem einmal einen künstlichen Stern, so gibt es zwei grundsätzliche Möglichkeiten sich einen solchen herzustellen:

  • Eine Punktlichtquelle, deren Strahlen über einen Kollimator auf einen parallelen Weg zum Testobjekt gebracht werden.
  • Eine Punktlichtquelle in sehr weitem (also quasi-unendlichem) Abstand von der zu prüfenden Optik

Beide Verfahren haben entscheidende Nachteile.

  • Bei der ersten Methode ist eine hochgenaue Optik (z.B. ein anderes Teleskop von hoher optischer Qualität) mit einer Öffnung größer oder gleich der des Prüfobjektes nötig.
  • Die zweite Methode erfordert einen sehr langen Prüfkanal (mindestens 50-100 mal die Brennweite der zu prüfenden Optik) mit durchgehend gutem Seeing. Wegen der erheblichen bodennahen Luftturbulenzen sind diese Voraussetzungen im Freien oft nicht gegeben.


Zur Herstellung einer Punktlichtquelle gibt es wiederum verschiedene Verfahren:

Inhaltsverzeichnis


Lichtquelle hinter einer Lochblende

Künstlicher Stern
Die Lochblende kann hergestellt werden, indem mit einer Nadel ein Loch in ein Stück Alufolie gestochen wird. Das Loch soll so klein sein, wie nur irgendwie möglich.

Eine gute Methode einen solche Lochblende herzustellen ist es, den Aludeckel eines Joghurtbechchers auf eine harte Unterlage zu legen (z.B. den Boden eines umgedrehten Kochtopfes) und dann mit einer sehr neuen feinen Nadel kurz und ohne Kraft hinein zu stechen. Die Spitze der Nadel soll die Folie nur gerade eben durchdringen. Achtung, nach dem ersten Fehlversuch ist die Spitze der Nadel "platt" und muss neu angespitzt werden. Anschließend kann die Lochblende mit einer Lupe gegen eine helle Lichtquelle getestet werden.

Lichtquelle vor einen konvexen Spiegel

Hier wird häufig eine Christbaumkugel oder eine polierte Stahlkugel aus einem Kugellager verwendet. Einige Quellen verweisen darauf, dass durch einen solchen Spiegel von minderer Qualität Astigmatismus und andere Fehler in den Test eingeführt werden. Ich konnte das in meinen Tests jedoch bisher nicht bestätigen.

Lichtquelle hinter einer Zerstreuungslinse

Bei dieser Methode lässt man das Licht der Punktlichtquelle z.B. durch ein kurzbrennweitiges Okular fallen. Das Licht wird zerstreut.

Weblinks

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