Schnittweitendifferenz

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Als Schnittweitendifferenz bezeichnet man den Unterschied des Krümmungsradius zwischen zwei Zonen eines Teleskopspiegels. Hier wird nicht der absolute Wert der Schnittweite verwendet, weil dieser Wert für die Qualität des Spiegels keine besondere Rolle spielt. Es geht lediglich um den (z.B. mit dem Foucaultschen Schneideverfahren gemessenen) Unterschied der beiden Werte.

Spiegelschleifer benutzen diesen Begriff gerne für die Differenz der Schnittweite der zentralen Zone und der äußeren Zone eines Spiegels für Strahlen aus dem Krümmungsmittelpunkt.

Ein sphärischer Spiegel zeigt für Strahlen aus dem Krümmungsmittelpunkt keine Schnittweitendifferenz. Die Brennweite der zentralen Zone ist gleich der Brennweite der Randzone. Da ein sphärischer Spiegel jedoch nicht in der Lage ist, die Strahlen einer punktförmigen Lichtquelle aus dem Unendlichen in einem Punkt zu vereinigen, benötigt man für astronomische Fernrohre einen Parabolspiegel. Dieser zeichnet sich dadurch aus, dass die Brennweite der zentralen Zone kleiner ist, als die der Randzone. Der Unterschied (Schnittweitendifferenz) kann nach der folgenden Formel berechnet werden:

feststehende Lichtquelle:

Rdiff = r2 / R

bewegte Lichtquelle:

Rdiff = r2 / 2R
  • r = Radius des Spiegels
  • R = Krümmungsradius
  • Rdiff = Schnittweitendifferenz



Siehe auch

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