Visuelle Kontrolle

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Inhaltsverzeichnis

Visuelle Kontrolle vor dem Grobschliff

Bevor man anfängt Arbeit in einen Glasrohling zu investieren sollte man ihn einer genauen visuellen Kontrolle unterziehen. Hier ein paar Stichworte:

  • Stimmen Durchmesser und Dicke mit den gewünschten Maßen überein?
  • Insbesondere beim Schliff von Linsen muss der Rohling perfekt rund sein, um später genau auf Keilfehler prüfen zu können.
  • Um festzustellen, ob schon der Rohling einen Keilfehler hat, sollte die Dicke an acht Stellen rundum genau nachgemessen werden.
  • Stimmt die Glassorte? meist können schon Farbe und Dichte des Rohlings Aufschluss geben. Die Dichte kann leicht nach dem archimedischen Prinzip ermittelt werden. Ein Bild mit den unterschiedlichen Farben von Glasrohlingen findet sich u.a. hier.
  • Das Glas sollte nicht thermisch vorgespannt (gehärtet) sein. Dieses gilt ganz besonderes, wenn es noch selbst gesägt werden soll, oder wenn man den Rohling selbst ausbohren möchte. Manchmal ist thermisch vorgespanntes Glas durch eine eingeätzten Beschriftung gekennzeichnet (siehe auch den Test auf Verspannung).
  • Der Rohling sollte keine Vertiefungen oder andere Veränderungen durch die Einwirkung von Transportzangen gleich nach dem Guss aufweisen.
  • Der Rohling darf keine inneren Brüche aufweisen. Hier sollte man insbesondere den Randbereich des Rohlings genau untersuchen.
  • Eingeschlossene Blasen stören immer die Qualität einer Linse. Bei Spiegeln führen Blasen nicht zwangsläufig zu Fehlern, man sollte aber die Seite des Rohlings für den Schliff auswählen, die gewährleistet, dass die Blasen weit genug unter der Oberfläche bleiben.
  • Wenn der Rohling beidseitig geschliffen wurde ist es manchmal nicht möglich in ihn hinein zu sehen. Dann kann es helfen ihn in ein eine Schüssel mit Wasser (oder einer anderen Flüssigkeit, deren Refraktionsindex noch besser passt) einzutauchen.
  • Wenn der Rohling eine vorgefräste Kurve besitzt, muss diese mit einem Sphärometer nachgemessen werden.
  • Der Rohling sollte möglichst perfekt plan sein. Dies gilt insbesondere für die spätere Rückseite um Fehler durch falsche Lagerung des Rohlings beim Schliff und bei der Politur zu vermeiden. Ggf. muss die Rückseite noch plan geschliffen werden.
  • Manchmal sind Rohlinge auf einer Seite zentral leicht eingefallen. Dann sollte diese Seite für eine konkave Fläche vorgesehen werden.

Visuelle Kontrolle während des Schleifens

Während des Schleifens sollten man die Oberfläche ständig beobachten.

  • Die Bearbeitete Fläche sollte sich gleichmäßig von der Mitte her immer weiter um Rand ausdehnen, bis sie schließlich gleichmäßig rundum den Rand erreicht.
  • Die Beschaffenheit der Oberfläche sollte von der Mitte bis zum Rand der bearbeiteten Fläche (auch beim Werkzeug) gleichmäßig samtig erscheinen.
  • Gelegentlich sollte man Werkstück und Werkstück gründlich säubern um die Oberbläche taktil begutachten zu können. Die Oberfläche soll sich auf beiden Seiten gleichmäßig samtig anfühlen. Kratzt man vorsichtig mit deinem sauberen(!) Fingernagel darüber soll sich das entstehende Greräusch in allen Zonen gleich anhören. (Keine Angst, das Werkstück ist wesentlich härter als der Fingernagel)
  • Bis zum Ende des Grobschliffs muss ständig die Fase beobachtet und ggf. nachgezogen werden.
  • Vor dem Wechsel auf ein feineres Schleifmittel muss sichergestellt werden, dass keine Kratzer oder groben Pits von der letzten Körnung übrig geblieben sind. Bei den feineren Körnungen muss diese Kontrolle mit einer Lupe (umgedrehtes Okular) oder einem Mikroskop erfolgen.

Visuelle Kontrolle vor dem Polieren

  • Während der letzten Körnung sollte man schon gut durch das Glas hindurch sehen können.
  • Nach der Beendigung des Feinschliffs dürfen keine Kratzer oder großeren Pits mehr vorhanden sein.


Visuelle Kontrolle beim Polieren

Whärend des Polierens sollte regelmäßig der Fortschritt der Politur überwacht werden. Dafür kommt wieder die Lupe zum Einsatz.

Weblinks

Persönliche Werkzeuge

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