Werkstatt

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Wer schon einmal in seinem Wohnzimmer mit der Handkreissäge die Füße eines Blumenständers eingekürzt hat, weiß die Vorteile einer Werkstatt zu würdigen - mehr Platz, keine Probleme mit Verschmutzung, Geräusch- und Geruchsbelästigung, geeignete Einspannmöglichkeiten. Es ist durchaus möglich und auch nicht unüblich ein Teleskop herzustellen, ohne eine eigene Werkstatt zur Verfügung zu haben. Wenn sich jedoch die Möglichkeit bietet einen Raum für dieses Hobby zu erübrigen, dann sollte man sich nicht lange bitten lassen, sondern schnell zugreifen. Klassische Domizile für eine eigene Hobbywerkstatt sind z.B. der Dachboden, die Garage, ein Schuppen im Garten oder der Keller.

Inhaltsverzeichnis

Auswahl eines geeigneten Raums

Wie schon der Titel einer Fernsehserie der 60er Jahre suggeriert: Raum ist in der kleinsten Hütte. Die Größe der geplanten Werkstatt hängt natürlich stark von den individuellen Möglichkeiten ab. Trotzdem sollte sie möglichst nicht zu klein ausfallen. Plant man sogar dem Betrieb von stationären Geräten wie einer Standbohrmaschine oder gar einer Drehmaschine muss ausreichend Platz für diese Geräte vorgesehen werden. Der benötigte Platz für die Arbeitsfläche und für die Lagerung von Werkzeugen und Materialien wird meist stark unterschätzt. Heimwerker, insbesondere Teleskopbauer sind meist auch Jäger und Sammler. Sie können an einem verlockenden Stück Glas oder einem günstigen Sonderangebot im Baumarkt nur schwer vorübergehen...

Befinden sich kleine Kinder im Haus oder besteht die Gefahr des Diebstahls, sollte die Werkstatt abschließbar sein.

Grundausstattung

Leider ist es mit einem Raum alleine noch nicht getan. Um wirklich als Werkstatt gelten zu können, sollte zumindest eine Grundausstattung an Mobiliar, Werkzeug und Material zur Verfügung stehen. Diese Grundausstattung der Werkstatt eines Teleskopbauers wird sich zunächst nicht wesentlich von der Werkstatt eines durchschnittlichen Heimwerkers unterscheiden. In jedem Fall sollte schon bei der Einrichtung einer Werkstatt in aller Ruhe geplant werden.

Mobiliar

Als Grundausstattung für eine Werkstatt sollte ein stabiler Arbeitstisch, ein Werkzeugschrank, eine Sitzgelegenheit und natürlich ein Schleiftisch vorgesehen werden. Welche Möbel man sich hier im einzelnen baut oder anschafft bedarf einer sorgfältigen Planung. Arbeitstisch und Schleiftisch müssen optimal von vorne beleuchtet sein. Der Arbeitstisch benötigt eine Stromversorgung mit mehreren ausreichend abgesicherten Steckdosen. Sollte ein Wasseranschluss und ein Abfluss vorhanden sein, so sollte sich dieser in der Nähe des Schleiftisches befinden, anderenfalls benötigt man dort eine Stellfläche für eine Wasserschüssel.

Arbeitstisch

Zunächst kann noch ein alter Tisch oder eine ausgediente Küchenarbeitsplatte auf ein paar stabilen Holzböcken als Arbeitstisch dienen. Meist stellt sich dann jedoch sehr bald der Wunsch nach einem vernünftigen Tisch ein. Ob man den Arbeitstisch selbst baut, oder ob man ihn fertig kauft ist eine sehr individuelle Entscheidung. In jedem Fall sollte man sich aber genau überlegen, welchem Zweck der Arbeitstisch überhaupt dienen soll. Die Hobelbank eines Schreiner unterscheidet sich nämlich erheblich von der Werkbank eines Schlossers oder gar der eines Optikers.

Werkzeugschrank

Um die Werkstatt und besonders den Arbeitstisch frei von herumliegenden Werkzeugen und Materialen zu halten, empfiehlt es sich einen Werkzeugschrank oder zumindest eine Lochwand zum Aufhängen von Werkzeugen anzuschaffen. Auch hier kann ggf. auf teure Spezialschränke verzichtet werden. Ein ausgedienter Küchenschrank kann hier durchaus wertvolle Dienste leisten.

Sitzgelegenheit

Für den Autor ist ein Sonnabendnachmittag ohne Bundesliga in der Werkstatt kaum vorstellbar. Für solche und ähnliche Anlässe, aber auch zum Führen des Logbuchs, zum Planen weiterer Vorgehensschritte oder zum Auswerten eines Foucault Tests ist eine gemütliche Sitzgelegenheit mit Schreibmöglichkeit in der Werkstatt sinnvoll.

Werkzeug

Einfacher stapelbarer Werkzeugkasten, der leicht selbst hergestellt werden kann
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Einfacher stapelbarer Werkzeugkasten, der leicht selbst hergestellt werden kann
Auch wenn die Auswahl einer geeigneten Grundausstattung einer Werkstatt mit Werkzeugen sehr vom gewünschten Einsatz abhängt, gibt es einige Dinge, die wohl in keiner Werkstatt fehlen sollten. Dazu gehören z.B. Bleistift, Logbuch, Schere, Teppichmesser, Maßband, Zollstock, Hammer, Kombi-, Wasserpumpen- und Spitzzange, je ein guter Satz Schlitz- und Kreutzschlitzschraubendreher und Sechskantsteckschlüssel usw. Dazu kommt evtl. ein Werkzeugkasten, ein Schraubstock und Sammelboxen für Kleinteile.

Aus keinen Fall sollte man schon bei der Grundausstattung die Sicherheit vernachlässigen. Hier werden z.B. Schutzbrille, Schutzhandschuhe, Ohrschützer (Mickimäuse), Atemschutzmasken, ein Verbandskasten und ein Feuerlöscher benötigt. Eigentlich logisch, aber sicherheitshalber der Hinweis, dass Feuerlöscher und Verbandskasten so platziert werden müssen, dass sie im Bedarfsfall (möglichst auch von Frenden) sofort gefunden werden und zugänglich sind!

Auch wenn es bei manchen Sonderangeboten schwer fällt sollte man genau auf die Qualität der Werkzeuge achten. Das heißt nicht, dass man sich kein preiswertes Werkzeug kaufen soll. Sogar bei den bekannten Discountern gibt es hin und wieder qualitativ hochwertiges Werkzeug zu beachtlichen Preisen. In jedem Fall muss man sich aber selbst und in Ruhe von der Qualität der Ware überzeugen. Unfälle durch minderwertiges Werkzeug sind doppelt ärgerlich, weil man sie leicht hätte vermeiden können!

Material

Auch eine Grundausstattung an Verbrauchsmaterialien wie Holzleim, Kontaktkleber, Zweikomponentenkleber, je ein Sortiment Nägel, Holz-Schrauben und Maschinenschrauben werden immer wieder benötigt. Und es ist sehr ärgerlich, wenn man die Arbeit unterbrechen muss, um solche Kleinteile zu besorben.

Siehe auch


Weblinks

Persönliche Werkzeuge

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