Neunzig Prozent der heutigen Besitzer von Personal-Computern kommen mit ein paar wenigen Anwendungen zurecht. Dazu gehören zum Beispiel eine Textverarbeitung, ein Notizblock, eine Tabellenkalkulation, eine Terminverwaltung, ein Mail-Programm, ein Programm zum Verwalten von Fotos, ein RSS-Reader ein paar Spiele und natürlich der Browser.
Gehen wir die Liste doch mal Punkt für Punkt durch: eine Textverarbeitung (Google Text & Tabellen, Google Page Creator), ein Notizblock (Google Notizbuch), eine Tabellenkalkulation (Google Text & Tabellen), eine Terminverwaltung (Google Kalender), ein Mail-Programm (Google Mail), ein Programm zum Organisieren der Fotos (Google Picasa), ein RSS-Reader (Google Reader) usw. Hier gibt es noch mehr davon.
Naja, aber das funktioniert natürlich alles nur, wenn man online ist. Oder doch nicht? Der neuste Wurf von Google heißt Google Gears und was macht dieser neue Dienst, er macht solche Online-Angebote auch offline verfügbar, welch ein Zufall.
Die Frage lautet, wofür zum Geier braucht man eigentlich noch ein Betriebssystem wie Windows? Wann bringt Google seinen Ein-Chip-Mikro-Computer mit Firefox im ROM für 12,95 Euro heraus und wann übernimmt Google endgültig die Weltherrschaft?
In der letzten Woche habe ich mich mal wieder heftigst über die Arbeit unserer Politiker aufgeregt. Meist legt sich sowas bei mir aber ziemlich schnell und weicht der Einsicht, dass unsere Politiker ja nur ein Abbild der ganzen Bevölkerung sind und dass es zwecklos ist darüber nachzudenken diese durch eine vernünftigere Bevölkerung zu ersetzen. Grund meiner Aufregung war der neue Hacker-Paragraf, insbesondere der zweite Absatz in §202c :
Wer (…) Computerprogramme, deren Zweck die Begehung einer solchen Tat ist, herstellt, sich oder einem anderen verschafft, verkauft, einem anderen überlässt, verbreitet oder sonst zugänglich macht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.
Wie bitteschön soll ich denn wohl die Sicherheit meiner Server überprüfen, wenn ich mir nicht vorher aktuelle Versionen solcher Programme verschafft habe? Ich frage mich ernsthaft, ob sie den Auto-Herstellern als nächstes Crash-Tests verbieten werden.
Gut, wahrscheinlich führt das hier etwas weit. Eigentlich geht es in diesem Post ja um unsere Abgeordneten. Wer an dem Thema Hacker-Paragraf interessiert ist, findet hier ein paar Links:
Eben komme ich nun rein zufällig in einem ganz anderen Zusammenhang auf die Seite”meines” Direktkandidaten im Deutschen Bundestag Joachim Stünker und stelle fest, dass er Mitglied des Rechtsausschusses ist. Nach den Informationen auf bundestag.de ist der Rechtsausschuss dafür zuständig, dass die Gesetze “eindeutig, rechtsförmlich und verfassungsgemäß” sind. Sollte ich Joachim Stünker demnächst mal treffen, muss ich ihn unbedingt fragen, wie ich nun meine Arbeit machen soll, ohne dieses eindeutige Gesetz zu brechen. Nunja, zumindest werde ich diese Episode jetzt mal zum Anlass nehmen, eine kleine Serie über die Arbeit der Abgeordneten aus unserem Wahlkreis zu schreiben.
Junge Rotschwänze in unserem Pferdestall während der (eigentlich den ganzen Tag dauernden) Fütterung.
Ich bin also doch nicht der einzige, der Rechtschreibfehler macht. Eben finde ich in meinem RSS-Redaer Neuigkeiten von GEO. Das neue Special heißt: Dresden, Leiptzig, Weimar
Auf dem Cover des Specials haben sie Leipzig übrigens richtig geschrieben.
Nachtrag: Schade, jetzt haben sie es doch noch verbessert