Gestern hat das Bundesverfassungsgericht ja nun endgültig bestätigt, dass unsere Abgeordneten ihre Nebeneinkünfte offen legen müssen. Natürlich habe ich gleich mal nachgesehen, ob einer der Bundestags-Abgeordneten aus dem Wahlbezirk 35 (Rotenburg/Verden) einen gut bezahlten Nebenjob in der freien Wirtschaft inne hat. Soweit ich die Informationen aus den Webseiten der Abgeordneten auf bundestag.de verstanden habe, ist das aber nicht der Fall. Beeindruckend ist allerdings das Arbeitspensum von Joachim Stünker, der neben seiner Aufgabe, uns im Bundestag angemessen zu vertreten, auch noch ordentliches Mitglied im Parlamentarischen Kontrollgremium, ordentliches Mitglied im Ausschuss Föderalismusreform II, ordentliches Mitglied im Rechtsausschuss sowie stellvertretendes Mitglied im Finanzausschuss, stellvertretendes Mitglied im Unterausschuss Europarecht, stellvertretendes Mitglied im gemeinsamen Ausschuss von Bundesrat und Bundestag und stellvertretendes Mitglied im Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat ist.
Ich frage mich immer, wie die Leute das schaffen, echt heftig! Es geht aber noch weiter, Joachim Stünker ist auch noch Mitglied des Kreistages des Landkreises Verden und Mitglied des Landesjustizprüfungsamtes des Niedersächsischen Justizministeriums. Bis zum 1.11.2006 war er zusätzlich auch noch Mitglied im Gemeinderat der Gemeinde Langwedel. Ganz abgesehen davon hat er laut Angaben auf seiner privaten Homepage auch noch sehr vielfältige Aufgaben in seinem Wahlkreis. Ich hoffe doch sehr, dass sich diese ganzen Aufgaben überhaupt gleichzeitig bewältigen lassen. Währe doch schade, wenn die Hauptaufgabe, nämlich uns in Bonn zu vertreten, dabei auf der Strecke bliebe.
