Inspektion beim Wheel Horse

Das Wetter ist zu mies, um im Garten zu buddeln, deshalb nehme ich mir heute endlich mal wieder den Rasentrecker – unser altes Schlachtross (Wheel Horse) – vor. Der Keilriemen für den Antrib scheint schlecht zu sein, das Lenkgeriebe knackt manchmal über und ich sollte wohl auch die Messer mal wieder schleifen. Um an das kaputte Lager am Lenkgeriebe heranzukommen muss leider der gesamte Aufbau abgenommen werden. Sicherheitshalber mache ich ein paar Fotos, um das hinterher auch alles wieder zusammen zu bekommen, ohne allzu viele Teile übrig zu behalten.

Lenker entferntGleich beim Abnehmen des Schneidwerks fällt mir auch noch das wackelige Lager einer Spannrolle auf, die den Keilriemen für den Antrieb der beiden Kreisel auf Spannung halten soll. Mit etwas Glück würde dieses Lager wohl noch eine Saison durchhalten, aber wenn ich schon mal dabei bin sollte ich es wohl auch gleich austauschen.

Aufbeuten entferntObwohl die Aufbauten schon ewig nicht mehr runter waren, lassen sie sich relativ problemlos entfernen. Während des Schraubens überlege ich, ob ich gleich den Sitz etwas anheben soll, um die Sitzposition zu verbessern. Diese Idee muss aber noch ein wenig reifen.

Das Lager der Lenkstange im Bodenblech ist ausgeschlagen, deshalb fasst das Ritzel des Lenkgetriebes nicht mehr genau in die Zahnstange. Ich denke, ich werde einfach ein kleines Stück Blech von oben auf das Bodenblech schweißen um das Lager wieder zu stabilisieren.

Wheel Horse von untenDer Keilriemen für den Antrieb ist hin! Eigentlich ein Wunder, dass der Trecker überhaupt noch lief. Ich werde am Montag also einen neuen Keilriemen bestellen. Die Bezeichnung auf dem Alten lautet: A 2090 Ld / 13 x 2060 Li A81 r Ich hoffe mal, dass Heiko etwas damit anfangen kann.

Schraubenzieher

Gestern las ich ganz zufällig den Artikel Schraubenzieher in der Wikipedia und musste unweigerlich schmunzelnd an meine Zeit in der Berufsschule denken. Dort hatte man mir mühsam eingebläut, dass man Schrauben nicht zieht, sondern dreht und dass das entsprechende Werkzeug deshalb gefälligst nicht als Schraubenzieher sondern als Schraubendreher bezeichnet werden muss. Irgendwie kam mir das schon damals etwas spanisch vor, weil Ein Zitronenfalter ja nun mal auch keine Zitronen… Und überhaupt, warum soll man ein Gerät, mit dem man Schrauben anziehen kann nicht Schraubenzieher nennen dürfen? Naja, damals hatte ich offenbar doch keine Lust diese Diskussion bis zum bitteren Ende durchzufechten. Schade eigentlich, denn der Artikel in der Wikipedia nennt nun endlich Roß und Reiter:

Zu Anfang hieß das entsprechende Werkzeug Schraubenzieher. Dieser Begriff hatte das Einziehen bzw. Festziehen einer Holzschraube im Holz zum Ursprung. (Eisenschrauben kamen erst mit der industriellen Revolution in größerem Maße auf.)

Seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gibt es zunehmend Versuche von Sprachpuristen, den ursprünglichen Begriff durch den “richtigen” Begriff Schraubendreher zu ersetzen. Ursache dafür könnte eine Bedeutungsverengung von “ziehen” auf “etwas herausziehen” in der Umgangssprache sein, so dass der ursprüngliche Begriff fälschlicherweise mit dem Herausziehen einer Schraube assoziiert wird, was jedoch ursprünglich nie gemeint war. Anziehen bedeutet Drehmoment ausüben. Der Begriff Anzugsmoment ist bis heute erheblich weiter verbreitet als Andrehmoment.

Der Begriff Schraubendreher hat sich bis jetzt daher nicht richtig durchsetzen können, so dass die beiden Bezeichnungen derzeit weitestgehend synonym verwendet werden.

Wie recht sie doch haben, die Herren Autoren! Das Wort Schraubendreher ist damit aus meinem aktiven Wortschatz gestrichen! Und überhaupt, was ist eigentlich ein Imbusschlüssel?